Wage den Blick in die Wirklichkeit und              befreie deine Seele

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Eine unvergessliche Reise

Eine Flugreise kam für mich eigentlich nie in Frage. Aufgrund meiner Flugangst hatte ich beschlossen nie zu fliegen und durch meine seit Jahren bestehende Schlaganfallerkrankung dachte ich dies sei sowieso ausgeschlossen. Doch als ich von dieser Ägyptenreise hörte und den Reiseverlauf gelesen hatte kam ein starker innerer Drang in mir auf da mitzufliegen. Ärztlich klärte ich alles ab und somit stand der Flugreise nichts mehr im Weg. Auf der Fahrt zum Flughafen war ich natürlich sehr aufgeregt und beim Einsteigen ins Flugzeug überkam mich nochmal kurz ein mulmiges Gefühl. Als wir aber dann in der Luft waren beruhigte ich mich allmählich und meine Aufregung ließ nach. Die anderen Reiseteilnehmer waren sehr umsichtig und lenkten mich mit dem ein oder anderen Späßchen ab.

Schon bei der Ankunft am Flughafen Hurghada war ich überrascht wie freundlich und fröhlich die Menschen hier sind. Für mich eine ganz neue Kultur, da ich bisher nur in Europa Urlaub machte.

Die Kellner im Hotel haben die gesamte Gruppe so herzlich mit einer Umarmung begrüßt, da einige schon das Jahr zuvor dort waren und jetzt die Freude des Wiedersehens groß war. Diese Herzlichkeit berührte mich sehr. In der gesamten Hotelanlage fühlte ich mich gleich wohl und in unserer Runde fanden erste Gespräche statt. Jeder konnte mit jedem über alles reden, es fühlte sich für mich sehr vertraut an, auch wenn es die ersten Tage für mich ungewohnt war, da ich noch nie in einer Gruppe verreist war.

Unser erster großer Ausflug war eine Tagestour zu den Klöstern von St. Antonius und St. Paulus. Als ich die ca. 1400 Stufen sah, die zur Antoniushöhle hinauf führten, sagte ich kurz entschlossen dass ich da nicht mit hoch gehe. Aber unser wunderbarer Reiseleiter Benjamin der so viel Feingefühl hatte sagte zu mir dass wir ganz in Ruhe hinauf gehen, genügend Pausen machen und uns Zeit lassen.

Und es war wirklich so, der Aufstieg war für mich keineswegs anstrengend und oben angekommen wurde ich mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt, ich war so stolz auf mich und dass ich mich überwunden hatte. Ebenso wie mit der Höhle des heiligen Antonius, da wollte ich auch erst nicht hinein, aber als Benjamin sagte dass er mit mir hinein geht da ging ich mit. Dieser Schritt war so wichtig für mich, da ich in dieser Höhle ganz viel Traurigkeit und Tränen loslassen konnte, es war wie eine innere Befreiung, die stattgefunden hat. Ich konnte tiefsitzende alte Gefühle endlich loslassen, mit einem Mal ist ganz viel innere Schwerlast von mir gewichen. Ich habe dann auch noch vor der Höhle meinen Tränen freien Lauf gelassen und wurde liebevoll aufgefangen durch die gesamte Gruppe.

Bei der Besichtigung der beiden wunderschönen Klöster bekam ich insgesamt 3 Segnungen durch die dort lebenden Mönche. Ich war zutiefst beeindruckt von der Herzlichkeit und Fröhlichkeit der Mönche, sie strahlten so viel Ruhe und Herzenswärme aus.

Als wir abends wieder im Hotel ankamen war ich immer noch ganz fasziniert von diesem erlebnisreichen Tag. Im Inneren so tief berührt zu werden war ein ganz neues Lebensgefühl für mich.

Am nächsten Morgen fiel der gesamten Gruppe sofort auf dass sich meine Gesichtszüge verändert haben, die Härte und Angespanntheit waren weg, ich wirkte weicher. Meine Augen gingen viel weiter auf als zu Beginn der Reise, ich konnte wesentlich besser und schneller essen. Nach meinem Schlaganfall vor 17 Jahren blieb eine Zungenlähmung zurück, dadurch musste ich mich beim Essen immer sehr konzentrieren und konnte schlecht kauen. Das ging mit einem Mal viel besser.

Ich selbst merkte auch dass ich wieder lebensfroher und fröhlicher wurde und offener anderen Menschen gegenüber. Wir erlebten dann noch viele interessante Ausflüge. In Luxor besichtigten wir den Karnak Tempel, das Tal der Könige, das Tal der Adligen und bei Nacht den Luxor Tempel. Alles gigantische Orte, die ich bisher nur von Berichten aus dem Fernsehen kannte und jetzt endlich selbst sehen und erleben konnte. Mich faszinierte die Größe und Weite des Nils, die ich während der Nilfahrt spüren konnte. Beim Mittagessen in Luxor bekamen wir landestypische frisch gekochte Spezialitäten zu essen, ich hatte schon lange nicht mehr so genussvoll gegessen wie hier. Beim Essen im Garten des Restaurants hatte ich das Gefühl diesen Ort zu kennen, es war wie ein Dejavue, ich kannte diesen Ort und es fühlte sich so an als ob ich dort schon mal gewesen war.

Unsre Rundreise führte dann noch nach Dendera und Abydos, beides Orte über die ich schon viele Berichte im Fernsehen gesehen hatte. Der Hathor Tempel in Dendera ist sehr gut erhalten, die Farben waren noch wunderschön zu sehen. Als die Gruppe in die unterirdische Krypte ging bin ich oben im Tempel geblieben. Sie machten dort eine Meditation und was mich tief beeindruckte war die starke Energie, die ich auf einmal in mir spürte, obwohl ich nicht mit unten war. Mir wurde ganz heiß, ich spürte die Energie in meinem ganzen Körper. Das war absolut faszinierend das so zu erleben und zu spüren.

Auch der Tempel von Abydos übte pure Faszination auf mich aus, ich war begeistert von der Pracht des Tempels und der kraftvollen Energie, die dort zu spüren ist. Das House of Life, in dem wir übernachteten, ist eine Oase der Ruhe, liebevoll gestaltet, einfach ein Ort zum Ankommen und Kraft tanken. Die Herzlichkeit aller Menschen, die uns hier begegneten, rührte mich oft zu Tränen.

Als wir nach dieser Rundreise wieder in unserem Hotel in Hurghada ankamen hatten wir die folgenden Tage Zeit die wunderbaren Erlebnisse zu verarbeiten. In vielen Gesprächen miteinander tauschten wir unsere Erfahrungen und Eindrücke aus, jeder von unserer Gruppe war tief berührt und glücklich. Ich genoss intensiv die Zeit am Meer, die Ruhe, die wohlige Wärme, für mich hatte die Reise so viele neue Erfahrungen und Erlebnisse bereit. All dies wäre mir entgangen wenn ich nicht meine Angst vor dem Fliegen überwunden hätte. Der Rückflug war dann schon gar nicht mehr so schlimm für mich, da schaffte ich es sogar aus dem Fenster zu schauen was auf dem Hinflug noch völlig undenkbar gewesen ist.

Zu Hause angekommen bemerkten meine Familie und Freunde wie gut mir diese Reise getan hat, sie haben mir angesehen wie ich aufgeblüht bin, wie wieder Freude in mich gekehrt ist und auch wesentlich mehr Selbstvertrauen.

Ich bin sehr dankbar für die wunderbaren Erfahrungen und das gemeinsame Miteinander in der Gruppe.

( Reisebericht von Andrea S. aus unserer Ägyptenreise im März 2019 )